Intelligent Ernähren

Inhalt-MenschWas die Konzentrationsfähigkeit erhöht

Wer Probleme hat, sich den Parcours zu merken, aufmerksam zuzuhören, Zusammenhänge zu erkennen oder Prüfungsaufgaben zu bestehen, dem fehlt die Konzentrationsfähigkeit. Wer sich konzentrieren kann, dem geht es gut. Der steht „mitten im Leben“ und fühlt sich gut.

Unter Konzentration versteht man, dass man willentlich seine volle Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit lenkt, ungeachtet der Tatsache, was vorher oder nachher passiert ist. Sich zu konzentrieren ist geistige Anstrengung und nichts, was man einfach geschenkt bekommt. Vielmehr muss man sich die Konzentrationsfähigkeit schwer erarbeiten. Im Normalfall kann man die Fähigkeit, sich gut zu konzentrieren, am ehesten als Kind in der Schule lernen.

Konzentration lässt mit der Zeit nach. Wann die Konzentrationsfähigkeit eines Menschen nachlässt ist auch ein wenig abhängig von der Lebensweise.

Drogen und Alkohol machen blöd

Eine gute Durchblutung für das Gehirn ist besonders wichtig. Daher ist neben der Ernährung auch ein gesunder Lebenswandel von großer Bedeutung. Rauchen und Alkohol schädigen nachweislich die Gefäße und sind - insbesondere auf lange Sicht gesehen - ungünstig für die Konzentrationsfähigkeit. Auch der Genuss von Drogen führt langfristig zu schwersten Problemen, seine Gedanken auf ein spezielles Thema zu fokussieren.

Mensch-Konzentration

Gesunde Lebensweise

Wer tagsüber Zusammenhänge nicht mehr begreift und sich dadurch überlastet fühlt, kann mit einem leichten Spaziergang an der frischen Luft den Sauerstoffgehalt des Blutes erhöhen. Die moderate Bewegung im Freien fördert die Durchblutung und den Abtransport von Giftstoffen, wie auch prinzipiell die körperliche Fitness den Alterungsprozess im Gehirn verlangsamt. Eine positive Lebenseinstellung und lebenslanges Lernen sollen ebenso einen guten Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit haben. Ausreichend Schlaf gilt als außerordentlich förderlich für die Konzentrationsfähigkeit.

Wer an seiner körperlichen Entsäuerung arbeitet, macht etwas für sein Gehirn. Dazu gehört eine basenbildende Ernährung mit viel Gemüse und ausreichender Flüssigkeitszufuhr, zum Beispiel u.a. auch Kräuterteezubereitungen. Eine gute Leber- und Nierentätigkeit ist wichtig für das Gehirn. Die Ausscheidung von Gift- und Schlackestoffen verbessert die Zusammensetzung des Blutes und vermindert ein Eindringen von Toxinen durch die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn.

Übergewicht macht träge

Ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel ist die beste Grundlage für gute Aufmerksamkeit. Ein zu niedriger Blutzucker erschwert die Konzentrationsfähigkeit. Ein hoher Blutzuckerspiegel allerdings schädigt das Gehirn und damit das Gedächtnis. Langfristig können sich bei schlecht eingestellten Diabetikern Konzentrationsstörungen bemerkbar machen. Im schlimmsten Fall droht, so das Neueste aus der Wissenschaft, bei zu hohen Insulinspiegel - ausgelöst durch Übergewicht - Alzheimer. Werden Dicke doof?

Stress macht vergesslich

Auf Stress reagiert unser Körper mit erhöhtem Herzschlag und Blutdruck. Die Nebennierenrinde schüttet das Hormon Cortisol aus. Über den Blutkreislauf gelangt Cortisol ins Gehirn, von wo aus es auf unser Gedächtnis wirkt. Was wir unter Stress lernen, werden wir nie wieder vergessen. Sind wir allerdings chronischem Stress ausgesetzt, dann verändert sich die Wirkung des Cortisols: es schädigt das Langzeitgedächtnis und macht uns vergesslich. Entspannung, freie Zeit, in sich gehen oder Meditation und Ruhe verbessern die Konzentrationsfähigkeit. Lärm und Anspannung bewirken das Gegenteil.

Nährstoffe schenken Aufmerksamkeit

Eines der ersten die Konzentrationsfähigkeit unterstützenden Nahrungsergänzungen ist das „Studentenfutter“. Vitamin B, hochwertige mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Magnesium aus Nüssen und Rosinen unterstützen die Nerven und das Gehirn. Besonders Vitamin B12 fördert das Gedächtnis.

Tierische Produkte sind wichtig

Quark gilt als besonders gesund, enthält er doch Glutamin, einen wesentlichen Baustein für den Gehirnstoffwechsel. So ist auch Fleisch ein Stück Lebenskraft - vor allem wenn es von einem Tier aus artgerechter Haltung stammt. Zink und Vitamin B12 werden vor allem durch Fleisch geliefert. Fisch und Fischöle enthalten wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren und tragen so zu einer gesunden Ernährung, vor allem des Gehirns bei.

Antioxidantien

Vitamin C ist unentbehrlich für eine gute und gesunde Durchblutung. Aber auch andere Antioxidantien, wie Vitamin E und ß-Carotin sorgen für lichte Momente. Sogenannte Oligomere Proanthocyane (OPCs) aus roten Trauben haben eine bekannte hohe antioxidative Wirkung und verbessern die Durchblutung und damit auch die Konzentrationsfähigkeit.

Mangan ist der heimliche Stoff, der Genies schafft. Unentbehrlich im Vitamin B1- Stoffwechsel ist es zuständig für Intelligenz und Konzentration. Wie schön für Kinder, dass Mangan in Nüssen, Erdbeeren und Kakao enthalten ist. Für Erwachsene gelten dann zusätzlich Schwarztee und Schnecken als Manganlieferanten.

Für seine Konzentrationsfähigkeit sollte man also etwas tun. Weil man etwas tun kann. Bei der derzeitigen Altersstruktur ist es auch notwendig.

Dr. Susanne Weyrauch