Alternativ heilen

alternativ-heilenEnergetische Pferde-Osteopathie nach Salomon

Die Ursachen für Störungen in einem Organismus können vielfältiger Art sein. Neben körperlichen Aspekten wie Verletzungen können auch Energieflussstörungen oder biochemische Belastungen wie Allergien eine Rolle im Krankheitsgeschehen spielen.

logostuteDie Energetische Pferde-Osteopathie nach Salomon (EPOS) ist eine Synthese verschiedener Therapieformen und berücksichtigt all diese Bereiche. Viele Pferdebesitzer können ein Lied davon singen: Ihr Pferd geht unklar, lahmt vielleicht sogar ganz deutlich. Doch die Frage nach dem Warum wagt selbst der Tierarzt nicht zu beantworten. „Vielleicht hat es sich vertreten“, murmelt er und empfiehlt ein paar Tage Boxenruhe. Doch wirklich verschwunden ist das Problem danach nicht. Immer wieder läuft das Pferd komisch, bleibt hinter seiner früheren Leistungsfähigkeit zurück oder macht insgesamt einen matten Eindruck. Zaubern können müsste man nun, und mit einem Fingerschnippen die Ursache all dieser Probleme herausfinden. Etwas mehr als ein Schnippen mit den Fingern ist es bestimmt, und doch erinnert das, was Aussenstehende sehen, zuweilen wirklich an Zauberei. Die Rede ist von der Applied Kinesiology, einem Diagnose- und Therapie-Konzept, das aus der Chiropraktik entstand. Diese Methode wird am International College of Applied Kinesiology (ICAK) und bei der internationalen Ärztegesellschaft für Applied Kinesiology (IÄAK) gelehrt, ist Angehörigen von Heilberufen wie Ärzten, Physiotherapeuten und Heilpraktikern vorbehalten und unterscheidet sich damit klar von der Form der Kinesiologie, die z.B. in Freiburg oder Zürich gelehrt wird.

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Therapieformen, die Energieflüsse berücksichtigen, haben Zukunft

Die Hintergründe

Die Applied Kinesiology geht davon aus, dass Muskeln unter Stress ihre Spannung verändern, was mit Hilfe des Muskeltests nachgewiesen werden kann. Da bei Pferden jedoch nicht einzelne Muskeln isoliert getestet werden können, muss eine Mittlerperson, der so genannte Surrogat, zwischengeschaltet werden. Über ihn kann der Therapeut feststellen, welche Muskeln unter Spannung stehen sowie Blockaden im Knochengerüst und energetische Ungleichgewichte im Meridiansystem oder in den Organen nachweisen.

Nach einem festgelegten System wird das Pferd nach einem Sichtbefund im Stand und in der Bewegung mit Hilfe des Muskeltests auf Ungleichgewichte im Meridiansystem (über die Alarmpunkte) und Blockaden in der Wirbelsäule und den Gelenken getestet. Als Surrogat dient dabei meist der Pferdebesitzer, der die Schwachpunkte seines Pferdes so am eigenen Leib zu spüren bekommt. Daneben gibt es noch eine Reihe von Prüfgriffen, mit denen sich die Beweglichkeit bestimmter Gelenke testen lässt.

Anschliessend kommen verschiedene Methoden aus Osteopathie, Kraniosakraler Osteopathie und energetische Massnahmen wie die Akupunktmassage zum Tragen. Dabei wird der Körper nicht manipuliert oder eingerenkt, sondern erhält die nötigen Impulse, um sich wieder selbst zu korrigieren. Meist ist es dabei gar nicht nötig, dass der Therapeut alle Bereiche, in denen er eine Störung festgestellt hatte, behandelt. Weil im Körper alles miteinander in Verbindung steht und sich die verschiedenen Strukturen gegenseitig beeinflussen, reicht eine Korrektur zuweilen aus, um vier oder fünf Blockaden aufzulösen.

Die Methoden

Den Pferden scheint die Behandlung in der Regel zu behagen. Während sie bei den Testgriffen oft deutlich ihren Unmut kund tun und dem Behandler zeigen, wo sie Schmerzen haben, scheinen sie bei den energetischen Massnahmen fast einzuschlafen. Diese Techniken basieren auf den Erkenntnissen der Akupunkturlehre und aktivieren die Energie in den Meridianen. Statt Nadeln kommen bei der EPOS Massagestäbchen (oder alternativ die Finger) zum Zug, mit denen die Energiebahnen nachgezogen werden. Zusätzlich werden einzelne Akupunkturpunkte mit Druck, Farblicht oder Laser angesprochen, um energetische und körperliche Blockaden zu lösen. Dabei handelt es sich um Sedierungs- und Tonisierungspunkte, die der kinesiologischen Methode „Touch for Health“ entnommen wurden.

Ein ähnliches Konzept verfolgt die Kraniosakrale Osteopathie. Statt dem freien Fluss der Energie in den Meridianen bemüht sie sich um die Bewegung des Liquors, der Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit. Ihr Begründer, der Osteopath Dr. W. Sutherland fand heraus, dass die Schädelknochen entgegen der vorherrschenden schulmedizinischen Meinung durch Nähte beweglich miteinander verbunden sind. Sie bewegen sich im Rhythmus des Primärenergiepulses, einer Pumpbewegung des Liquors, die über extrazelluläre Flüssigkeiten auf den ganzen Körper übertragen wird. Da das Kraniosakrale System über Membranen und Muskelhäute in enger Verbindung mit dem gesamten Bewegungsapparat, dem Drüsen-, Atem-, Nerven- und Immunsystem steht, haben Verklebungen und Fixationen einen Einfluss auf den ganzen Körper. Diese Störungen lassen sich durch Palpationen (Befühlen) feststellen und durch feine, exakte Impulse lösen.

Fast genauso sanft arbeitet die Osteopathie, eine weitere manuelle Methode, die Dysfunktionen in Gelenken korrigiert. Diese Bewegungseinschränkungen können durch Unfälle oder andere Traumata entstehen und beeinflussen über Skelett, Bindegewebe und das venöse System auch andere Strukturen im Körper bis hin zu den Organen. Dort können dann Erkrankungen auftreten, die mit dem ursächlichen Bereich scheinbar in keinem Zusammenhang stehen. Feine Korrekturen bringen die beteiligten Strukturen wieder in ihre ursprüngliche Position und lassen dem Gewebe und der Muskulatur Zeit, sich an die neue Situation anzupassen. In der EPOS werden vor allem die osteopathischen Methoden der Applied Kinesiology angewandt, die besonders sanft sind und von den Pferden deshalb gut akzeptiert werden.

Da eine Korrektur des Bewegungsapparates erst dann effektiv sein kann, wenn alle Ursachen beseitigt sind, werden auch biochemische Aspekte in der Behandlung berücksichtigt. Ein Zuviel an Eiweissen oder Kohlehydraten, Futtermittelunverträglichkeiten und Vitamin- oder Mineralstoffmängel belasten den Stoffwechsel und können die Ursache für rheumatische Erkrankungen sein. Auch Übersäuerung, Wurmbefall, Pilze oder Toxine sind biochemische Ursachen für körperliche Probleme. Mit Hilfe des kinesiologischen Muskeltests können Unverträglichkeiten und ein Mangel an bestimmten Spurenelementen und Vitaminen festgestellt werden.

Je nach Zusatzausbildung des Therapeuten und Bedürfnissen von Pferd und Besitzer kann die Behandlung zudem durch die Gabe von homöopathischen Mitteln ergänzt werden. Ob die Behandlung von Erfolg gekrönt ist, liegt trotz allem nicht nur an der Qualität des Behandelnden. Auch ein energetisches Ungleichgewicht hat eine Ursache. Wird diese nicht beseitigt, wird das Problem zurückkommen - egal ob mit Licht und Farbe, Energie und Händen oder Spritzen und Pillen therapiert wurde.

Lily Merklin