Mit Anwendung eines Rationsprogramms kommen die meisten Anwender sehr schnell zu der Entscheidung, einiges bei der Fütterung zu verändern:
- Beschaffung hochwertigen Heus und Bevorratung bis zu einem Jahr, damit nicht dauernd wechselnde Qualitäten verwendet werden – einschliesslich der üblichen und vollständigen (!) Analysen für das Grundfutter. Hierzu gehört auch die Tränkwasseranalyse in Bezug auf die Inhaltsstoffe!
- Mehrmals täglich auf das Training abgestimmte, nachvollziehbare Futtermengen
- Pferd, Futter, Reiter und Ausrüstung gewogen und nicht geschätzt, um die tatsächlichen Werte zu kennen!
Grundlage der Rationsberechnung ist heute die wissenschaftliche Literatur, wie sie beispielsweise an Universitäten und Tierärztlichen Hochschulen veröffentlicht wird.
Daraus resultieren Sollwerte entsprechend geltender Annahmen, sowie obere und untere Toleranzwerte, die verbesserungsbedürftig und damit vorbeugend zu prüfen sind.
Obere bzw. untere kritische Werte, deren Über-/Unterschreitung längerfristig zur Schädigung des Pferdes führen können und dringend zu verändern sind.
Diese Grenzbereiche sollten in einer guten Software hinterlegt sein und die individuelle Einschätzung des Pferdebesitzers, ob es sich um leicht- oder schwerfuttrige Pferde handelt, berücksichtigen. Keines der am Markt verfügbaren Rationsprogramme berücksichtigt die biologische Verfügbarkeit der Inhaltsstoffe, da diese einfach nicht bekannt sind – bzw. keine verläßlichen Werte vorliegen.
Wenn es jedoch mit Hilfe einer Rationsberechnung gelingt, mindestens für die wichtigsten Parameter drastische Über- oder Unterversorgung zu vermeiden und dadurch die Pferde leistungsgerechter zu ernähren, haben wir sicher schon einen wesentlichen Schritt zugunsten unserer Pferde gemacht.
Klaus Lübker

Klaus Lübker, Inhaber eines Beratungsunternehmens, welches sich mit Qualitätssicherungsfragen beschäftigt.
Er entwickelte die Software "Der Futtermeister zur Rationsberechnung".










