Öle in der Fütterung


 

Öle gehören zur Nährstoffgruppe der Fette, sind - außer den Fischölen - pflanzlicher Natur und bei Zimmertemperatur flüssig. Verglichen mit Kohlenhydraten und Eiweißen liefern Öle doppelt so viel Nahrungsenergie. Die maßvolle Fütterung von pflanzlichen Ölen entlastet die Gesamtration des Pferdes von Eiweiß- und Stärkeüberschüssen. Neben diesen verdauungsphysiologischen und energetischen Gesichtspunkten erfüllt die Ölfütterung ein breites Spektrum an strukturellen Aufgaben, wie z.B. Bildung von Fettpolstern, dem Nierenfett oder dem Mähnenkamm, den Aufbau der Zellmembran, sowie andere wichtige Stoffwechselvorgänge.


 
 

Essentielle
(lebensnotwendige)
Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden im Körper zu Linolensäure und schließlich zu Prostaglandin (PGE1) umgewandelt. PGE1 wirkt entzündungshemmend, harmonisiert das Immunsystem und hemmt die Freisetzung allergischer Mediatoren. Prostaglandine haben u.a. positive Wirkungen auf die Haut, das Nervensystem, das Immunsystem und die Fortpflanzung.

Vorteile der Kaltpressung
Bei der herkömmlichen Gewinnung von Ölen wird die Ölfrucht, z.B. Leinsamen, Maiskeime, Sonnenblumenkerne oder Weizenkeime, stark ausgepresst.

  Es entsteht Hitze, die zur Bildung freier Radikale (Peroxidbildung) führen kann. Das Fett verdirbt und büßt einen Teil seiner Funktionalität ein. Daher empfiehlt sich das Verfahren der sogenannten Kaltpressung. Dabei bleibt natürliches Vitamin E, das in allen Ölfrüchten dem Schutz vor Oxidation dient, erhalten. Kaltgepresste, nicht raffinierte Öle enthalten Lecithin und viele weitere vitalstoffreiche Trübsubstanzen,
wie z.B. Phytosterine, die eine cholesterin-
spiegelsenkende und antikanzerogene Wirkung zeigen. Interessante weitere Ölfrüchte sind Schwarzkümmel, Kürbis- und Traubenkerne sowie Hanfnüsse. Sämtliche in St. Hippolyt eingesetzten Öle, Ölfrüchte, sowie deren Verarbeitungsprodukte werden unter 35°C hergestellt und verarbeitet.
 
 


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