Die Verdauung
im Dickdarm
Der Dickdarm des Pferdes mit einer Länge von etwa 8 Metern und einem
Volumen von fast 130 Litern besteht aus Blinddarm, dem großem und
dem kleinem Kolon. In diesen Gärkammern findet der Aufschluss der
„unverdaulichen“ Nahrungsbestandteile, der Rohfaser, statt.
Rohfaserhaltige Futtermittel sind Stroh, Heu, Gras, Laub und Silage, deren
verdauliche Bestandteile Cellulose, Hemicellulose und Pektin während
33 bis 44 Stunden von den körpereigenen Mikroorganismen aufgeschlossen
werden. Dabei liefern die Mikroorganismen flüchtige, hochverdauliche
Fettsäuren zur Energiebereitstellung, sowie B-Vitamine (z.B. das
hufhornbildende Biotin). Die Mikroorganismen verlangen nach einem Mindest-Rohfasergehalt
im Futter, um zu überleben. |
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Durch Störungen des biologischen Gleichgewichts im Dickdarm wird
die Gesundheit des Pferdes nachhaltig beeinflusst:
Nachteile einer
zu stärkebetonten Fütterung
Bei einer sehr getreidelastigen Fütterung, bei der die Stärke
nicht vollständig im Dünndarm verdaut wird und ein Teil Reststärke
in den Dickdarm gelangt, wird das Gleichgewicht der Mikroorganismen verschoben.
Es kommt zu Blähungen, Übersäuerungen und sogar zur Bildung
von Stoffwechselgiften. Die Folge sind Störungen im Darmmilieu, Schleimhautreizungen,
Verspannungen, Koliken und sogar Hufrehe. Die Bildung von B-Vitaminen
und die Nährstoffresorption werden in Mitleidenschaft gezogen.
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