Kotwasser - ein Problem mit vielen Ursachen

Kotwasser – viele Pferdebesitzer kennen es.

Es äußert sich durch freies Darmwasser, welches betroffene Pferde beim Kotzabsetzen oder unabhängig davon ausscheiden. Bislang ist unklar, wie genau Kotwasser entsteht. Das Allgemeinbefinden der betroffenen Pferde ist meist kaum oder nur wenig beeinträchtigt, doch Kotwasser führt zu Verschmutzung und Verklebung von Schweif und Fell an den Hinterbeinen mit Hautirritationen als Folge. Im schlimmsten Fall kommt es an den betroffenen Bereichen der Hinterbeine zu Haarverlust und entzündlichen Hautveränderungen, die nur schwer abheilen können, solange das Kotwasser bestehen bleibt. Um dies zu verhindern, bleibt meist nur die regelmäßige und aufwendige Pflege von Haut und Haarkleid, die durch die Witterungsverhältnisse während der kalten Jahreszeit zusätzlich erschwert wird. Nicht nur aus diesem Grund sollte die Ursache der Kotwasserproblematik unbedingt festgestellt und behoben werden.

Ursachenforschung

Freies Kotwasser ist ein besonderes Problem für Pferd und Halter. Die Ursachen sind oft vielfältig. In Frage kommen bakterielle sowie virale Erreger, unbehandelte Infektionen mit Darmparasiten, aber auch Kiefer- und Zahnprobleme können freies Kotwasser hervorrufen. Ebenso sollten Faktoren wie soziale Stellung, Stressmanagement und psychische Belastungen als Auslöser in Betracht gezogen werden. Auch Allergien (z. B. Futterallergie) sind im Zusammenhang mit Kotwasser nicht außer Acht zu lassen. Besonders empfindlich reagieren Pferde vermehrt in den Herbst- und Wintermonaten bei der Umstellung von Weide- auf Heufütterung auf vorbelastetes Grund- und Kraftfutter mit Kotwasser und Durchfall. Sowohl Grundfutter als auch Einstreu können durch Fehlgärung oder durch Fehllagerung mit schädlichen Bakterien oder Pilzen kontaminiert sein. Diese Organismen produzieren toxische Stoffwechselprodukte (z. B. Mykotoxine, biogene Amine). Ihr Abbau erfolgt über die Leber und ist für dieses Organ stark belastend, was früher oder später zu schweren Entgleisungen des Verdauungs- und Entgiftungsstoffwechsels führen kann. Daher gehen Leberprobleme und Darmentzündungen oft Hand in Hand. Wegen der Komplexität des Problems Kotwasser führt z. B. die Verabreichung von medizinischer Kohle, Flohsamen oder Tonmineralien nur in begrenzten Fällen zum Erfolg.

Auch eine Blutanalyse kann bei der Ursachenfindung helfen. Weitere Untersuchungen und Beobachtungen untermauern die Hypothese, dass neben Stress, Störungen der Darmflora und schlechten Futterqualitäten auch die zunehmende Mykotoxinbelastung im Grundfutter mitverantwortlich für das vermehrte Auftreten von Kotwasser ist.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, sollten grundsätzlich folgende Punkte beachtet werden:

  • Möglichst kleine, bedarfsgerechte Kraftfutterrationen (max. 300 g je 100 kg Körpergewicht pro Mahlzeit)
  • Maßvoll Getreide oder kein Getreide
  • Hochwertiges Heu oder ggf. Heucobs ergänzen
  • Keine Silage
  • Kraftfuttergabe immer erst nach Heufütterung
  • Ggf. Allergietest wegen möglicher Unverträglichkeiten durchführen lassen
  • Ergänzende Fütterungsmaßnahmen zur Verdauungsstabilisierung

 

Bioaktive Stoffe der Pflanzen

In unseren Produkten steckt das gebündelte Wissen aus 30 Jahren Erfahrung um die wohltuende Wirkung von Kräutern und Gewürzen. Hierzu gibt es zahlreiche wissenschaftliche Ergebnisse und Veröffentlichungen und die auf dieser Forschung basierenden Produkte sind inzwischen führend in der Tierernährung. Das Zusammenspiel von mehr als 100 bioaktiven Komponenten fördert eine physiologische Darmflora und regt zudem Verdauung und Stoffwechsel systematisch an. Sorgfältig selektierte Kräuter und Gewürze unterstützen bei Magenverstimmung, Kotwasser und Verdauungsbeschwerden und stärken zusätzlich das Nervenkostüm bei Unruhe und Nervosität. Die enthaltenen Gerbstoffe „imprägnieren“ die Darmschleimhaut und erschweren somit das Anhaften pathogener Keime. Durch die verdauungsanregenden, entspannenden
und beruhigenden Eigenschaften bieten unsere Produkte Ihrem Pferd einen ganzheitlichen Ansatz für ein ausbalanciertes Mikrobiom.

 

Gesundheitsfördernde Kräuter und Gewürze

Schon seit der Antike ist der Menschheit die wohltuende Wirkung von Kräutern und Gewürzen bekannt. Die Vielfalt an bioaktiven Inhaltsstoffen (pflanzliche Sekundärmetabolite) leistet einen gesundheitsfördernden und unterstützenden Beitrag in der Ernährung von Mensch und Tier. Zudem stimulieren pflanzliche Sekundärmetabolite die körpereigenen Abwehrkräfte im Kampf gegen Parasiten und unterstützen, regenerieren und pflegen sowohl Immunsystem, Entgiftungsorgane als auch die Darmflora nach einer konventionellen Wurmkur.
Die Natur bietet ein reichhaltiges Angebot an Kräutern und Gewürzen. Die Herausforderung besteht darin, die richtige Auswahl und die optimale Dosierung entsprechend der Beschwerden zu finden.

Die Schatztruhe der Natur

Eine Dysbalance im Magen-Darm-Trakt kann verschiedene Ursachen haben (z. B. Stress, Unverträglichkeiten, Infektion) und sich auf unterschiedliche Weise äußern (z. B. Durchfall, Magenkrämpfe, Reizdarm). Hier bieten vor allem Kräuter und Pflanzen mit einem hohen Anteil an Gerb- und Bitterstoffen eine schonende Unterstützung. Bei Magen-Darm-Beschwerden hat sich der Einsatz von Kümmel und Fenchel bewährt. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe entkrampfen die Darmmuskulatur und besitzen entzündungsmildernde Eigenschaften. Zudem regen sie die Speichel- und Verdauungssaftsekretion an und unterstützen somit die Verstoffwechselung der Nahrung. Auch der Echte Galgant wird für seine magenstärkende, verdauungsstimulierende und krampflösende Wirkung geschätzt. In richtiger Dosierung ist auch die Eichenrinde (Quercus, früher bezeichnet als Cortex Quercus) bei unspezifischen, akuten Durchfällen sinnvoll. Die u. a. in der Eichenrinde enthaltenen komplexen pflanzlichen Gerbstoffe (Tannine) besitzen die Oberflächenspannung verändernde Eigenschaften und erschweren damit Schadbakterien das Anhaften auf der Darmschleimhaut.

Terpene sind verantwortlich für den wohltuenden und entspannenden Geruch von Moos, Harz und Nadelbäumen. Diese sekundären Inhaltsstoffe dienen der Pflanze als Kommunikationssignal und sorgen für den vielfältigen Geschmack und Duft in der Pflanzenwelt und werden sowohl in den Blättern, Borken und Wurzeln der Pflanzen erzeugt. Heutzutage sind über 8000 verschiedene Terpene bekannt. Damals wie heute wird Terpenen eine Vielzahl an wohltuenden Eigenschaften nachgesagt. So soll Pinen Muskelkrämpfe lindern und ein Völlegefühl reduzieren, Fenchon fördert die gastrointestinale Peristaltik und Myristicin ist verdauungsfördernd und krampflösend.

Flavonoiden kommt neben ihrer Funktion als Blütenfarbstoff auch eine große Bedeutung in der pflanzlichen Abwehr (Parasiten, Krankheitserreger) zu. Einer Vielzahl der bekannten Flavonoide (~8000) wird eine antioxidative, durchblutungsfördernde und entzündungsabschwächende Wirkung nachgesagt. So sollen Flavonoide aber auch vitalisierende und stimmungsaufhellende Eigenschaften aufweisen und entkrampfend bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts wirken.

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