Magengeschwüre - Symptome und Behandlung

Der Pferdemagen ist auf eine (fast) ununterbrochene Zufuhr faserreicher Futtermittel eingestellt, er produziert daher auch rund um die Uhr Magensäure. Entstehen zu lange Fresspausen beginnt die Magensäure die empfindliche Magenschleimhaut zu reizen. Kommen zusätzliche Faktoren wie Stress, getreidereiche Rationen oder Medikamente hinzu, kann die Entstehung eines Magengeschwürs begünstigt werden.

Wie äußern sich die Beschwerden eines Magengeschwürs?

Symptome:

  • Gewichtsverlust, Pferd nimmt trotz großer Futtermengen nicht zu
  • Wiederkehrende Verdauungsstörungen: Koliken, Durchfall, Kotwasser, Blähungen, Verstopfungen
  • Stimmung des Pferdes: matt, anteilnahmslos, depressiv, apathisch, nervös, aggressiv, schreckhaft
  • Häufiges Gähnen, Flehmen, Leerkauen und/oder Koppen
  • „Schmerzgesicht“, hochgezogene Nüstern
  • Hochgezogener Bauch/Flanke
  • Mangelnder Appetit, (getreidehaltiges) Kraftfutter wird schlechter gefressen bzw. Heu wird Kraftfutter vorgezogen
  • Das Fressen des Kraftfutters wird nach einigen Bissen plötzlich beendet
  • Fohlen hören plötzlich auf zu trinken
  • Dehnbewegung der Vorhand und/oder Wälzen nach der Kraftfutteraufnahme
  • Erde fressen
  • „Aufstoßen“ mit säuerlichem Geruch
  • Speichel ziehen, Zungenspiel, beknabbern von Gegenständen (Boxenwände, Stricke, Gitterstäbe)
  • Abwehrreaktionen beim Satteln und Putzen (angelegte Ohren, beißen, treten, „kitzelig“ am Bauch)
  • Überempfindlichkeit in der Gurtlage, Sattelzwang
  • Beim Reiten: Klemmigkeit/Rittigkeitsprobleme, Verspannungen „Rückenprobleme“, Zähneknirschen, häufiger Kotabsatz
  • Zögerliches Bergabgehen
  • Stumpfes Fell

Was stresst ein Pferd?

  • Lange Futterpausen (> 4 h)
  • Stressige Boxennachbarn
  • Zu geringes Platzangebot (Offenstall, Weide)
  • Überforderung im Training
  • Stallwechsel
  • Trennung von Bezugspferden
  • Transporte
  • Herdenposition (ranghoch/rangniedrig)

 

Was empiehlt der Tierarzt?

Behandlung
In der Praxis wird bei einem Magengeschwür als Sofortmaßnahme ein Magensäureblocker eingesetzt. Bei Pferden kann es dadurch kurze Zeit nach der Behandlung zu einem Anstieg der Säureproduktion kommen. Dies verursacht einen signifikanten Abfall des Magen-pH-Werts wodurch das Tier erneut anfällig für die Bildung von Magengeschwüren wird.
Tierärzte empfehlen als Gegenmaßnahme Ergänzungsfuttermittel in Kombination mit den Säureblockern, solange das Risiko eines Geschwürs noch groß ist. Denn Magensäureblocker alleine haben keinen Einfluss auf die Menge der produzierten Säure. Ernährungsberater des Kentucky Equine Research empfehlen daher Ergänzungsfuttermittel die den pH-Wert für einen längeren Zeitraum erhöhen und zusätzlich einen Schutz über die Magenschleimhaut legen. Durch den Schutz werden einerseits die Schleimhäute geschützt und andererseits kann bereits geschädigte Schleimhaut darunter abheilen.

Was kann ich selbst tun?

Stress vermeiden
Die Vermeidung von Stress und das richtige Fütterungsmanagement sind der Schlüssel bei der Vermeidung von Magengeschwüren. Stress kann verringert werden, indem man z.B. auf übermäßiges Training und lange Transporte verzichtet. Auch Sozialerstress durch Rangkämpfe sollten vermieden werden.

Getreidefrei füttern
Bei empfindlichen Pferden empfiehlt sich eine getreidefreie, stärkearme Diät mit einem Anteil an hochverfügbarer Faser. Geben Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, das kann dabei helfen den Magen nicht zu überlasten und Stress zu vermindern. Beginnen Sie mit der Heufütterung mindestens 30 Minuten vor der Fütterung von Kraftfutter. Nach der Kraftfutterfütterung sollte man dem Pferd mindestens eine Stunde Ruhe gönnen. Luzerne ist bekannt für seine Pufferkapazität, eine kleine Menge unmittelbar vor der Arbeit scheint besonders wirksam zu sein. Als Omega-6-Fettsäurenlifertant  sind Maiskeimöl und Reiskleie beliebt. Dies alles vereint unser Produkt Brandon xl. Es sollte zu ausreichend Heu als Krippenfutter eingesetzt werden.

Magen und Darm unterstützen
Als Ernährungsergänzung unterstützt Brandon plus gastrointestinal den Organismus bei der Gesunderhaltung der Magendarmschleimhaut. Es verbessert die Regeneration der Darmzotten und somit auch die Resorption von Nährstoffen im Darm. Die darin enthaltenen PSB-Komplexe (funktionelle Zellbausteine) liefern die nötigen Ausgangssubstanzen für die Zellerneuerung, wodurch die Regeneration von beschädigtem Gewebe beschleunigt wird. Der schonend gecrackte Leinsamen kleidet mit seinen natürlichen Schleimstoffen die Magen- und auch die Darmwand aus. Dadurch wird sie wird sie vor schädlichen Einflüssen geschützt. Die pre- und probiotische Wirkung der enthaltenen ß-Glucane und Lebendhefen unterstützen die natürlichen Funktionen des Verdauungssystems.

Um Magengeschwüre aufgrund von übermäßiger Getreidezufuhr, üppiger Weiden, Belastung durchs Training oder zahlreicher anderer Ursachen zu vermeiden sollte schnell gehandelt werden und zielgerecht unterstützt werden. Eine täglich ergänzende Fütterung vermindert die Gefahr einer Entstehung von Geschwüren.

Unsere Tipps im Überblick:

  • Stress vermeiden (Haltung und Training optimieren)
  • Stärke- und zuckerreduziert füttern (getreide- und melassefrei)
  • Keine langen Fresspausen (< 4 h)
  • Vor dem Kraftfutter das Pferd mind. 15 Minuten Raufutter fressen lassen
  • Mind. 2 kg Raufutter je 100 kg Soll-Körpergewicht anbieten
  • Die Kraftfuttermenge niedrig halten und auf viele Mahlzeiten verteilt anbieten
  • Nach der Kraftfuttergabe dem Pferd mindestens eine Stunde Ruhe gönnen
  • Freien Zugang zu frischem Wasser gewährleisten
  • Weidegang anbieten

Persönliche Futterberatung

Gerne stehen wir Ihnen für eine persönliche Futterberatung und individuelle Produktkombination zur Verfügung.
Kontaktieren Sie uns hierfür unverbindlich per Telefon oder E-Mail.

Telefon Zentrale: +49 6222 990 100
E-Mail: info@st-hippolyt.de

Ihr St. Hippolyt Team

 

Quelle: Kentucky Equine Research (2016), Versailles, Kentucky

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