Wissenswertes zur Zucht und Aufzucht

Damit ein Züchter von einem Zuchterfolg sprechen und gesunde Nachkommen heranziehen kann, müssen neben der Auswahl der
passenden Genetik die Rahmenbedingungen optimiert werden. Für das Fruchtbarkeitsgeschehen von Zuchtstute und Deckhengst spielt, neben optimalen Haltungsbedingungen, eine angepasste Fütterung die entscheidende Rolle. Ein nicht ausbalancierter Nährstoffhaushalt kann nachweislich den Zuchterfolg beeinflussen. Deshalb sollte die Fütterung des Zuchtpferdes schon einige Wochen vor dem geplanten Decktermin angepasst werden.

Egal welchen Alters und welcher Rasse die Stute angehört oder welcher Leistungsanforderung sie bisher ausgesetzt war: Trächtigkeit und Laktation bedürfen einer ausgewählten Versorgung. Insbesondere Stuten aus dem Leistungssport sowie ältere Zuchtstuten benötigen eine entsprechende Mikronährstoffzufuhr, damit sowohl Befruchtung, Trächtigkeit, Geburt wie auch Milchbildung reibungslos verlaufen können.

Fütterung des Deckhengstes

Die meisten Deckhengste müssen einer Doppelbelastung standhalten: Ihre Leistung wird nicht nur durch den Deckeinsatz gefordert, sondern auch im Leistungssport. Auch der Junghengst, der noch im eigenen Wachstum steckt oder gar Körungsanwärter ist, hat besondere Bedürfnisse an die tägliche Fütterung. Insbesondere für die Mikronährstoffzufuhr bedeutet dies, dass der Hengsthalter eine großzügigere Versorgung gewährleisten muss. Nicht nur Kraft, Ausdauer und Leistungsvermögen, sondern auch Spermienmenge und -qualität sind u. a. abhängig von einer optimalen Nährstoffversorgung. Durch Zellbausteine (Nukleotide) und Antioxidantien wie Vitamin A und E sowie den Aminosäuren Lysin und Methionin wird die Spermienqualität gefördert. Weiterhin tragen Omega-3-Fettsäuren aus Ölsaaten zur Beweglichkeit der Spermien bei.

Unser Tipp bei stark beanspruchten Hengsten und zur Körungsvorbereitung: High Performer, MicroVital

Fütterung der Zuchtstute 1. bis 8. Monat

Die Trächtigkeit des Pferdes beträgt durchschnittlich 336 Tage und hängt maßgeblich mit der Fütterung bzw. Nahrungsaufnahme zusammen. Bei unzureichender Zufuhr von Energie- und Nährstoffen ist die Trächtigkeit besonders in den ersten Monaten gefährdet. Sind die Versorgungsengpässe zu gravierend, kann es im schlimmsten Fall zum Abbruch der Trächtigkeit kommen. Daher sollte die Stute in dieser Zeit hochwertig und bedarfsgerecht versorgt werden. Zu empfehlen sind neben einer angepassten Fütterung, ausreichend freie Bewegung an der frischen Luft und möglichst wenig Stress.

Unser Tipp: Struktur Energetikum oder Hesta Mix Müsli

Das Wachstum des Fötus verläuft exponentiell, die höchste Zuwachsrate ist im letzten Drittel der Trächtigkeit zu erwarten. Ab diesem Moment sollte ein speziell auf den Bedarf angepasstes Zuchtstutenfutter ergänzt werden.

Fütterung der Zuchtstute ab dem 8. Monat

Etwa im achten Trächtigkeitsmonat wird die Stute schrittweise von ihrem bisherigen Krippenfutter auf eine spezielle „Zuchtstutenfütterung“ umgestellt, denn jetzt beginnt das Größenwachstum des Fötus. Für die Stute ist die Versorgung im letzten Trächtigkeitsdrittel und während der anschließenden Laktation von besonderer Bedeutung, damit Trächtigkeit, Geburt wie auch Milchbildung reibungslos verlaufen können. Insbesondere Stuten aus dem Leistungssport sowie ältere Zuchtstuten benötigen eine entsprechende Mikronährstoffzufuhr!

Durch die gesteigerte Größenentwicklung des Fötus in den letzten drei Monaten der Trächtigkeit steigt auch der Bedarf der Stute an Calcium und Phosphor, zur Einlagerung der Mineralstoffe in das Skelett des noch ungeborenen Fohlens. Die Unterversorgung von Calcium, um ca. 50 % des eigentlichen Bedarfs, kann das Geburtsgewicht des Fohlens um 15 % reduzieren. Zudem erhöht sich der Eiweißbedarf der Stute durch den ausgeprägten Eiweißansatz in der Muskulatur während der Gewebeentwicklung des Fötus. Weiterhin werden die Entwicklung und Vitalität des Fötus durch eine bedarfsgerechte Versorgung mit Kupfer, Selen und Jod bestimmt. Da das Fohlen zur Zeit der Geburt nicht über körpereigene Reserven an Vitamin A und E besitzt, müssen diese über die Milch der Stute zur Verfügung gestellt werden. Daher sollte die Mineralstoff- und Vitaminversorgung während der Trächtigkeit gesichert sein.

Alle Futterumstellungen sollten fließend über einen Zeitraum von zehn bis 14 Tagen erfolgen. Stuten mit „normalem“ Energiebedarf können 400-500 g Equilac pro 100 kg Körpergewicht über mehrere Portionen über den Tag verteilt bekommen.Bei sehr leichtfuttrigen bzw. übergewichtigen Stuten empfiehlt sich die Kombination aus jeweils 50 % der Fütterungsempfehlung Equilac und 50 % Equigard (getreidefrei) + Gemüse-Kräuter Mineralien.

Die die Heumenge sollte gegen Ende der Trächtigkeit ca. 2 kg je 100 kg Körpergewicht betragen. Auf die Qualität der Futtermittel sollte besonderes Augenmerk stets gelegt werden.

Vor der Geburt

Ein bis zwei Wochen vor und nach der Geburt kann Makor zur Entlastung und Lockerung der Muskulatur sowie zur Unterstützung der muskulären Anstrengung beitragen. Makor liefert hochbioverfügbare Magnesiumkomponenten und natürliches Vitamin E. Magnesium steuert die Muskelfunktion und den Energiestoffwechsel. Vitamin E verbessert die Sauerstoffzufuhr in die Zellen. Besonders in Phasen hoher körperlicher und psychischer Belastung, wie bei einer Geburt, steigt der Bedarf an diesen Nährstoffen.

Ein bis zwei Tage vor der Geburt kann die Heuration etwas reduziert werden (ca. 1 kg Heu je 100 kg Körpergewicht), damit der Verdauungstrakt zur Zeit der Geburt nicht zu stark gefüllt ist. Eine Anpassung der Heumenge kommt auch der durch die Hochträchtigkeit leicht verminderten Peristaltik entgegen. Diese kann auch durch die Zugabe einer leichtverdaulichen Mahlzeit bestehend aus Mash (Irish Mash oder Glyx Mash) in der Zeit kurz vor der Geburt unterstützt werden.

Nach der Geburt

Direkt nach der Geburt die Kraftfutterration der Stute noch maßvoll halten, um die Milchproduktion nicht übermäßig zu stimulieren. In den ersten zwei Tagen trinken Fohlen noch verhältnismäßig wenig – ein Überangebot kann zu Durchfällen führen. Zur Entlastung des Verdauungstrakts eignet sich auch hier Mash (Irish Mash oder Glyx Mash) als Mahlzeit ideal, zudem ist es schmackhaft und liefert es Flüssigkeit.

Der Appetit und das Verhalten der Stute sollten gut beobachtet werden. Ist die Verdauung geregelt kann die Heumenge wieder gesteigert werden.

Laktation

Etwa um den zweiten Laktationsmonat ist die höchste Milchleistung zu erwarten. Ungenügende Energie- und Nährstoffzufuhr kann die Milchleistung der Stute reduzieren. Ein mangelndes Angebot an essentiellen Aminosäuren beeinflusst auch den Eiweißgehalt der Stutenmilch negativ. Wodurch sich das Fohlen nicht wie vorgesehen entwickeln kann. Zudem besteht die Gefahr, dass die Stute durch übermäßige Mobilisierung körpereigener Reserven abmagert. Um dies vorzubeugen, sollte die Zuchtstutenfutterration je nach Milchleistung variiert und ggf. nochmal angehoben werden. Sofern Weidegang möglich ist, unterstützt dieser die Versorgung und das Wohlbefinden von Stute und Fohlen.

Ab dem 5. Laktationsmonat wird das Zuchtstutenfutter schrittweise reduziert. Die Stute kann wieder auf das vorher gewohnte Kraftfutter umgestellt werden. 

Fütterung des Fohlens

Für eine optimale Entwicklung der Nachzucht ist der Einsatz eines speziell auf die Bedarfswerte abgestimmten Ergänzungsfutters notwendig. Hierbei ist darauf zu achten, dass größere Kraftfuttermengen über den Tag verteilt angeboten werden, um dem geringen Fassungsvolumen des kleinen Fohlenmagens gerecht zu werden und die Gesundheit des Verdauungstraktes zu gewährleisten. Daneben sollte auf eine dauerhafte Bereitstellung von Raufaser geachtet werden, was auch im Hinblick auf die Beschäftigung eine wichtige Rolle spielt.

Unser Tipp: Fohlengold Müsli oder Fohlengold Classic

 

Absetzen leicht gemacht

Das Absetzen von der Mutterstute bedeutet für das Fohlen psychischen und auch körperlichen Stress. Deshalb sollte die Trennung geübt und schrittweise erfolgen. Um in dieser Phase der Neuorientierung die negativen Folgen auf ein Minimum zu reduzieren, sollte mit entsprechenden Fütterungsmaßnahmen unterstützt werden.

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