Magengeschwüre - Symptone & Behandlung

Der Pferdemagen ist auf eine (fast) ununterbrochene Zufuhr faserreicher Futtermittel eingestellt, er produziert daher auch rund um die Uhr Magensäure. Entstehen zu lange Fresspausen beginnt die Magensäure die empfindliche Magenschleimhaut zu reizen. Kommen zusätzliche Faktoren wie Stress, getreidereiche Rationen oder Medikamente hinzu, kann die Entstehung eines Magengeschwürs begünstigt werden.

Wie äußern sich die Beschwerden eines Magengeschwürs?

  • Stumpfes Fell, Gewichtsverlust
  • Stimmung des Pferdes: matt, desinteressiert, depressiv
  • Mangelnder Appetit – vor allem getreidehaltiges Kraftfutter wird ungerne gefressen, manchmal wird das Fressen auch nach wenigen Bissen abrupt beendet
  • Plötzliches Wälzen nach der Kraftfutteraufnahme
  • Fohlen hören plötzlich auf zu trinken
  • Koppen
  • Häufiges Gähnen
  • Zähneknirschen, Leerkauen
  • Wiederkehrende Koliken, Verstopfung
  • Überempfindlichkeit in der Gurtlage
  • Unrittigkeit
  • Rückenprobleme

 

Was empfiehlt der Tierarzt?

In der Praxis wird bei einem Magengeschwür als Sofortmaßnahme ein Magensäureblocker eingesetzt. Bei Pferden kann es dadurch kurze Zeit nach der Behandlung zu einem Anstieg der Säureproduktion kommen. Dies verursacht einen signifikanten Abfall des Magen-pH-Werts wodurch das Tier erneut anfällig für die Bildung von Magengeschwüren wird. Tierärzte empfehlen als Gegenmaßnahme Ergänzungsfuttermittel in Kombination mit den Säureblockern, solange das Risiko eines Geschwürs noch groß ist. Denn Magensäureblocker alleine haben keinen Einfluss auf die Menge der produzierten Säure. Ernährungsberater des Kentucky Equine Research empfehlen daher Ergänzungsfuttermittel die den pH-Wert für einen längeren Zeitraum erhöhen und zusätzlich einen Schutz über die Magenschleimhaut legen. Durch den Schutz werden einerseits die Schleimhäute geschützt und andererseits kann bereits geschädigte Schleimhaut darunter abheilen.

 

Was kann ich selbst tun?

Die Vermeidung von Stress und das richtige Fütterungsmanagement sind der Schlüssel bei der Vermeidung von Magengeschwüren. Stress kann verringert werden, indem man z.B. auf übermäßiges Training und lange Transporte verzichtet. Auch Sozialerstress durch Rangkämpfe sollten vermieden werden. Bei empfindlichen Pferden empfiehlt sich eine getreidefreie, stärkearme Diät mit einem Anteil an hochverfügbarer Faser. Geben Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, das kann dabei helfen den Magen nicht zu überlasten und Stress zu vermindern. Beginnen Sie mit der Heufütterung mindestens 30 Minuten vor der Fütterung von Kraftfutter. Nach der Kraftfutterfütterung sollte man dem Pferd mindestens eine Stunde Ruhe gönnen. Luzerne ist bekannt für seine Pufferkapazität, eine kleine Menge unmittelbar vor der Arbeit scheint besonders wirksam zu sein. Als Omega-6-Fettsäurenlifertant  sind Maiskeimöl und Reiskleie beliebt. Dies alles vereint unser Produkt Brandon xl. Es sollte zu ausreichend Heu als Krippenfutter eingesetzt werden.

Als Ernährungsergänzung unterstützt Brandon plus gastrointestinal den Organismus bei der Gesunderhaltung der Magendarmschleimhaut. Es verbessert die Regeneration der Darmzotten und somit auch die Resorption von Nährstoffen im Darm. Die darin enthaltenen PSB-Komplexe (funktionelle Zellbausteine) liefern die nötigen Ausgangssubstanzen für die Zellerneuerung, wodurch die Regeneration von beschädigtem Gewebe beschleunigt wird. Der schonend gecrackte Leinsamen kleidet mit seinen natürlichen Schleimstoffen die Magen- und auch die Darmwand aus. Dadurch wird sie wird sie vor schädlichen Einflüssen geschützt. Die pre- und probiotische Wirkung der enthaltenen ß-Glucane und Lebendhefen unterstützen die natürlichen Funktionen des Verdauungssystems.

Um Magengeschwüre aufgrund von übermäßiger Getreidezufuhr, üppiger Weiden, Belastung durchs Training oder zahlreicher anderer Ursachen zu vermeiden sollte schnell gehandelt werden und zielgerecht unterstützt werden. Eine täglich ergänzende Fütterung vermindert die Gefahr einer Entstehung von Geschwüren.

 

Quelle: Kentucky Equine Research (2016), Versailles, Kentucky

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