Toxine in der Pferdeernährung

T wie Toxine

Der Körper ist einer Vielzahl an Umwelteinflüssen ausgesetzt. Alle äußeren Einflüsse haben einen direkten oder indirekten Effekt auf die Gesundheit und das Wohlergehen. Diese Umweltfaktoren können den Organismus sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Im Grunde gilt es, die negativen Faktoren zu meiden – allerdings ist dies nicht vollständig möglich, da die negativen Faktoren in der Regel unerkannt bleiben. Sichtbare negative Faktoren sind beim Pferd z. B. Giftpflanzen auf der Weide oder deutlich erkennbarer Schimmel im Futter. Es gibt jedoch etliche negative Faktoren wie z. B. bestimmte Toxine, die unbemerkt vom Pferd über die Lunge, die Haut oder den Darm aufgenommen werden. Hierzu schauen wir uns die Toxine genauer an.

Was sind Toxine?
Toxine sind potentiell gesundheitsschädliche biogene Stoffe, die zu den Giften gezählt werden. Biochemisch kann es sich dabei z. B. um Proteine, Polysaccharide oder Alkaloide handeln. Kategorisch sind Toxine chemische Noxen, wobei eine Noxe ganz allgemein eine gesundheitsgefährdende Substanz oder ein Ereignis beschreibt. Toxine werden je nach Herkunft unterteilt in:

Bakterielle Toxine: z. B.

  • Endotoxine von Darmbakterien
  • Botulinumtoxin (Clostridium botulinum), das Botulismus auslösen kann
  • Tetanustoxin (Clostridium tetani), das Tetanus auslösen kann


Mykotoxine
: Schimmelpilzgifte
Phytotoxine: Pflanzengifte
Tiergifte: z. B. Wespen-, Bienen-, Schlangengift
Phycotoxine: Algentoxine

Toxine in der Pferdeernährung
Bei der Ernährung des Pferdes spielen vor allem bakterielle Toxine, Mykotoxine und Phytotoxine eine Rolle.

Bakterielle Toxine von Darmmikroben, sogenannte Endotoxine, können über die Darmwand ins Blut gelangen und lokal eine Huflederhautentzündung (Hufrehe) auslösen. Endotoxine entstehen durch vermehrtes Absterben von Mikroorganismen im Darm. Zum vermehrten Absterben der Darmbakterien kommt es durch einen zu hohen Eintrag an Stärke und Zucker in den Blind- und Dickdarm, was wiederum eine Absenkung des pH-Wertes zur Folge hat und die Bakterien abtötet.

Mykotoxine sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen. Schimmelpilze bevorzugen ein warmes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit, was bei Kultivierung, Werbung, Transport und Lagerung des Futters berücksichtigt werden muss, um keine Mykotoxinbelastung zu provozieren.

Bislang sind mehr als 200 Mykotoxine von 300 verschiedenen Schimmelpilzarten bekannt. Hervorzuheben sind hier die Aflatoxine, die Mutterkornalkaloide und die Fusarien, da diese unter anderem Getreide befallen können. Schimmelpilze befinden sich jedoch auch im Grundfutter wie Heu, Heulage, Stroh und im Weidegras, so dass eine Aufnahme von Mykotoxinen über das Futter nicht immer verhindert werden kann, weil es oft unbemerkt bleibt.

Phytotoxine werden von Pflanzen und Pilzen gebildet und dienen in der Regel als Schutz vor Verbiss bzw. Fraßfeinden. Bestimmte Pflanzenarten, darunter auch Bäume, sind giftig für das Pferd. Daraus folgt, dass Wiesen zur Heugewinnung und Pferdeweiden frei von diesen spezifischen Pflanzen sein sollten und auch keine für Pferde giftigen Bäume in der Nähe stehen dürfen, um eine Kontamination des Grünfutters auszuschließen.

Auswirkungen von Toxinen
Die Aufnahme von Toxinen ist immer potentiell gesundheitsschädlich. Bei schlechter Futterqualität (z. B. Mykotoxine im Heu) kann es schon zu Symptomen kommen, z. B.:

  • Leistungsabfall
  • Lethargie
  • erhöhte Leberwerte
  • stumpfes Haarkleid
  • Probleme beim Fellwechsel
  • geschwächtes Immunsystem
  • Verdauungsprobleme wie Kotwasser und Durchfall


Je nach Menge und Art des aufgenommenen Toxins kann es zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen, die Muskel- und Nervenblockaden, Lähmungserscheinungen, Krämpfe oder Ataxie zur Folge haben können.

Wie schütze ich mein Pferd vor Toxinen?
Die beste Maßnahme gegen die Aufnahme von Toxinen ist Prävention. Durch korrektes Weidemanagement, Stall- und Futterhygiene kann die Aufnahme von Toxinen schon weitreichend verhindert werden. Doch trotz des Bewusstseins über das Vorhandensein von Toxinen in der Umwelt, kann man sich nicht immer gänzlich davor schützen. Da Toxine nicht immer so offensichtlich sind wie die blühende Giftpflanze auf der Weide oder der Schimmelpilzteppich im Heu, muss man einen bestimmten Eintrag an Toxinen in Kauf nehmen. Daher ist es umso wichtiger und notwendig, den Pferdedarm regelmäßig von aufgenommenen Toxinen zu „befreien“ bzw. physikalisch zu reinigen. Hierzu bieten sich vor allem Gesteinsmehle, wie Klinoptilolith (Zeolith), Bentonit bzw. Montmorillonit oder maritime Diatomeenerde (Kieselgur) an. Durch die große Oberfläche der Gesteinsmehle und der Kieselgur, werden Schadstoffe aus dem Darm physikalisch gebunden und mit dem Kot ausgeschieden. Zusätzliche Unterstützung bei der Darmreinigung bieten schleimstoffbildende Futtermittel wie Leinsamen oder Flohsamenschalen. Die Schleimstoffe kleiden die empfindlichen Darmwände zusätzlich aus, steigern das Darmvolumen, regen die Peristaltik an und verstärken den Effekt der körpereigenen Schleimstoffe hinsichtlich Transport und Ausscheidung des Darminhalts.

Unser Reinigungstrupp für den Darm:Brandon plus medigest

Brandon® plus medigest forte und Brandon® plus medigest

  • Physikalische Bindung von Schadstoffen
  • Zur Förderung der Regeneration des Darmepithels
  • Aktivierung des darmassoziierten Immunsystems

 

Bei sehr hartnäckigen, bereits länger bestehenden Fällen von Verdauungsstörungen empfehlen wir die Zufütterung mit Brandon® plus medigest forte zu beginnen und später auf Brandon® plus medigest umzusteigen.

Kieselgold

  • Natürlich reich an Silizium für kräftige Sehnen, Bänder und Gelenke
  • Zur Unterstützung des Fellwechsels und der Darmreinigung
  • Fördert Hufhornfestigkeit und Haarwachstum

 

Brandon® c-Mash

  • Schützt die Magen-Darmschleimhaut und reinigt den Darm
  • Erleichtert die Ausscheidung von Schadstoffen und Sandablagerungen
  • Stimuliert den Appetit und reguliert die Magen-Darmmotorik

 

LinuStarLinuStar

  • Zur Unterstützung im Fellwechsel
  • Reich an hochwertigen Schleimstoffen und Omega-3-Fettsäuren
  • Kein Schroten oder Kochen notwendig

 

Persönliche und unverbindliche Futterberatung

Gerne stehen wir Ihnen für eine persönliche Futterberatung und individuelle Produktkombination zur Verfügung.
Kontaktieren Sie uns hierfür unverbindlich per Telefon oder E-Mail.

Telefon Zentrale: +49 6222 990 100
E-Mail: info@st-hippolyt.de

Ihr St. Hippolyt Team

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