Atemwegsprobleme und Husten beim Pferd

Nicht nur uns Menschen macht die drückende Umgebungsluft und die ständigen Wetterwechsel Probleme, sondern auch unseren vierbeinigen Freunden. Immer wieder attackieren Viren, Bakterien und Pilze den Organismus.

Doch was kann man dagegen tun? Wann sollte man den Tierarzt rufen?
Fragen, die sich viele stellen, auf die es aber nicht nur eine Antwort gibt ...

Atemwegsprobleme beim Pferd

Auslöser und Ursachen
Die Lunge ist ein faszinierendes Organ! Sie ist eines der größten und bedeutendsten Organe und übernimmt lebenswichtige Aufgaben, wie das Blut mit Sauerstoff anzureichern. Damit ist eine funktionierende Lunge Voraussetzung für ein leistungsstarkes und gesundes Pferd!

Als Fluchttier ist das Pferd auf ein enormes Lungenvolumen angewiesen, das es ihm erlaubt, bei Gefahr längere Strecken mit beachtlicher Ausdauer und Geschwindigkeit zurückzulegen. Leider haben heutzutage immer mehr Pferde mit Atemwegsproblemen zu kämpfen. Dabei reagiert das Pferd auf kleinste Fremdkörper in Rachen und Luftröhre mit Verschleimung und Husten, um die Fremdkörper abzutransportieren. Der Schleim entsteht in den Bronchen und Bronchiolen, welche mit Flimmerhärchen besetzt sind. Diese Flimmerhärchen transportieren den Schleim in den Rachen, durch Abhusten kommt zum Austreten des Sekrets aus den Nüstern.

Die Ursachen sind häufig mit Ammoniak in der Stallluft, Staub, Keimbelastung und einer unzureichenden, täglichen Bewegung an der frischen Luft in Verbindung zu bringen. Weitere Auslöser können Pilzsporen aus Heu und Stroh, Milben und auch Pollen sein. Krankheiten wie Herpes oder Influenza können zudem die Flimmerhärchen der Atemwege schädigen, wodurch die natürliche Reinigungskraft der Lunge stark eingeschränkt wird. Das kann in einer Übersensibilität des Lungengewebes resultieren und chronische Beschwerden hervorrufen.

Häufig sind akute, meist virale Infektionen bei gleichzeitig ungünstig hoher Staub- und Schadgasbelastung Wegbereiter für eine chronische Atemwegsentzündung. Deshalb ist es, auch ohne die genaue Ursache des Nasenausflusses und/oder des Hustens zu kennen, von Vorteil, in einem ersten Schritt die Haltung zu optimieren und die Staubbelastung zu reduzieren.

Equines Asthma
Das Equine Asthma ist nicht etwa eine eigenständige Erkrankung, sondern vielmehr der Sammelbegriff für eine ganze Reihe von möglichen nichtinfektiösen Entzündungen der Atemwege des Pferdes. Die häufigste und bekannteste Erkrankung des Respirationstrakts ist die chronisch obstruktive Bronchitis, kurz COB.

Chronisch obstruktive Bronchitis (COB)
Diese wiederkehrende Atemwegserkrankung (auch engl. Recurrent Airway Obstruction RAO oder Chronic Obstructive Pulmonary Disease COPD) ist eine nichtinfektiöse Entzündung der Atemwege, von der mittlerweile über fünfzig Prozent der 12- bis 14-jährigen Pferde betroffen sind. Leistungseinbußen, häufiges Husten und angestrengtes Atmen sind kennzeichnend für ein fortgeschrittenes Stadium. Ist die Lunge irreparabel geschädigt, was durch sichtbare Atemschwierigkeiten (aktives Ausatmen bzw. Dampfrinne) zu erkennen ist, spricht man auch von Dämpfigkeit.

Lungenentzündung
Zumeist sind Fohlen betroffen, aber auch ausgewachsene Pferde können an einer Lungenentzündung erkranken, die durch Viren oder Bakterien hervorgerufen wird. Pferde in einem schlechten Futterzustand mit geschwächtem Immunstatus, die zudem in schlecht belüfteten Ställen mit mangelnder Bewegung stehen, gehören zu den Risikopatienten.

Wehret den Anfängen
Gut belüftete Ställe mit einer Temperatur, die auch im Winter möglichst der Außentemperatur entsprechen sollte, die tägliche, mehrstündige Bewegung und eine ausgewogene Futterration für ein stabiles Immunsystem zählen zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen. Im akuten Fall können ausgewählte Futterkräuter mit natürlichen, ätherischen Ölen die Funktion der Atemwege unterstützen.

 

Was kann der Pferdehalter tun, um ein atemwegsgeschwächtes Pferd zu stabilisieren?


Staubreduzierte Fütterung und Einstreu!
Der Staubgehalt von Heu liegt meist deutlich über dem von Stroh, Heulage oder dem einer alternativen Einstreu wie Späne oder Strohpellets. Die wichtigste Maßnahme ist es deshalb, die Staubbelastung des Grundfutters zu reduzieren. Um dies zu erreichen, kann qualitativ gutes Heu bedampft oder in frischem Wasser gebadet werden. So kann der Staub gebunden bzw. ausgewaschen werden. An Stelle von Heu eignet sich auch die Fütterung von Heulage (Anwelksilage) oder von Heucobs (evtl. in Kombination mit hochwertigem Futterstroh), um den Staubgehalt im Grundfutter zu reduzieren. Durch den Gebrauch von Spänen oder Strohpellets als Einstreu erzielt man eine zusätzliche Staubreduktion.

Gutes Stallklima!
Eine gut durchlüftete Box und die Möglichkeit, sich an der frischen Luft aufzuhalten, sind weitere Maßnahmen zur Verminderung der Staubbelastung. Auch während der Winterzeit gilt: Vor die Wahl gestellt, verbringen die meisten Pferde ihre Zeit lieber draußen an der frischen Luft – trotz kalter Temperaturen. Lediglich bei geschorenen Pferden sollte darauf geachtet werden, dass sie genügend eingedeckt sind.

Optimierung des Stallmanagements!
Einstreuen, Füttern (insbesondere das Ausschütteln von Heu) und Fegen führen zu einem erheblichen Anstieg der Staubkonzentration. Daher sollten die Pferde möglichst nicht im Stall sein, während diese Arbeiten verrichtet werden. Zusätzlich verringert das Anfeuchten der Stallgasse vor dem Fegen das Aufwirbeln von Staub.

Tägliche Bewegung!
Körperliche Betätigung fördert die Lungenfunktion. Die Bronchien werden erweitert, Selbstreinigungsmechanismen verbessert.

Weitere Fütterungs- und Haltungsabhängige Faktoren!
Um die lokale Abwehr und die Selbstreinigungsmechanismen zu unterstützen sowie das Abhusten zu erleichtern können Futterzusätze, die Kräuter enthalten, eingesetzt werden. Sekundäre Pflanzenstoffe, die in Pfefferminze, Thymian, Kamille und Spitzwegerich enthalten sind, wirken schleimlösend, entzündungs- und hustenhemmend, dienen dem Zellschutz und helfen dem Körper, sich gegen Krankheitserreger zu wehren. Zusätzlich sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Spurenelementen und anderen Mineralstoffen, sowie Vitaminen Wert gelegt werden. Ob es sich bei den empfohlenen Maßnahmen um vorübergehende oder dauerhafte Anpassungen handelt, hängt von dem zugrundeliegenden, medizinischen Problem ab und ist individuell zu entscheiden.

Wann sollte der Tierarzt gerufen werden?
Wenn offensichtliche Symptome einer Entzündung der Atemwege vorliegen – wie Nasenausfluss und/oder Husten – und diese von schlechtem Allgemeinbefinden, Fieber, mangelndem Appetit oder Leistungseinbußen begleitet werden, sind weitere diagnostische Abklärungen durch den Tierarzt notwendig. Ist die Ursache bekannt, kann der Tierarzt gezielte Maßnahmen ergreifen und ggf. eine medikamentöse Therapie einleiten.

 

Unsere Wegbereiter für einen freien Atem beim Pferd

*Fütterungsempfehlung pro 100 kg Körpergewicht und Tag

Im akuten Fall
40 g* Mucolyt® (48 Stunden Karenzzeit bei Turnierpferden!)

Bei gereizten Atemwegen
10-15 g* Lamin® forte

Bei starken Atemwegsproblemen
20 g* Brandon plus respiraticum als Alternative zu Mucolyt
(48 Stunden Karenzzeit bei Turnierpferden)

Bei schwachem Immunsystem
6 g* Hippomun forte
1,5-3,0 ml* Schwarzkümmelöl

Bei erhöhtem Spurenelementbedarf
15-20 g* MicroVital

Für Immunsystem, Energie & Vitalität:
ca. 5 ml* Brandon® plus leogard



Persönliche und unverbindliche Futterberatung

Gerne stehen wir Ihnen für eine persönliche Futterberatung und individuelle Produktkombination zur Verfügung.
Kontaktieren Sie uns hierfür unverbindlich per Telefon oder E-Mail.

Telefon Zentrale: +49 6222 990 100
E-Mail: info@st-hippolyt.de

Ihr St. Hippolyt Team

 

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